| |
|
|
|
|
|
|
17.04.2008
"26.04.2008, Moritzbastei, 21:00 Uhr:
"Chefdenker"
Strophe-Refrain-Strophe-Refrain-Gitarrensolo-Refrain heißt die magische Songstrukturformel, auf die
Chefdenker im Jahre 2002 ein Patent angemeldet haben. Diese kompositorische Innovation wirkt in Kombination
mit den extrem kopflastigen Texten erstaunlicherweise vertraut, ja fast schon konservativ. Dies verwundert
jedoch umso weniger, wenn man die Hintergründe kennt: Die Bandmitglieder spielen in ihrer Freizeit Minigolf
in Schwarzheide, gehen Kegeln im Severinsveedel, und besuchen den Zoo in Eberswalde. Wen interessiert es
bei dieser kosmopolitischen Grundhaltung noch, dass die Band aus Köln kommt? Gelernt haben sie ihr Denken
u.a. bei Skin Of Tears, Casanovas Schwule Seite, Blinker Links, Ausgang Ost und Knochenfabrik.
Chefdenker haben schon früh die Musikgeschichte maßgeblich mitgeprägt: Bereits kurz nach Christi Geburt
entwickelte Rhythmusgitarrist und Schreihals Johnny Colognesome Grundakkorde auf der Basis von Dreiklängen,
die auf der ersten, vierten und fünften Stufe der Tonleiter (d.h. der erste, vierte und fünfte Ton einer
aufsteigenden Tonleiter) einer Tonart gebildet werden. Über diesem Ton der ersten, vierten oder fünften
Stufe wird ein Dreiklang mit Terz und Quinte gebildet, wobei die Terz und Quinte der Tonleiter der
Grundtonart entnommen werden. Als sogenannte authentische Tonarten (=echte, selbständige Tonarten) werden
die Tonarten dorisch, phygisch, lydisch, mixolydisch bezeichnet, ebenso auch äolisch und jonisch, welche
geschichtlich allerdings erst später als die erstgenannten vier Tonarten auftraten; sie wurden im 12.
Jahrhundert von Sologitarrist und Hintergrundschreihals Toto entdeckt und im 16. Jahrhundert von Thomas
theoretisch belegt. Aus diesen beiden Tonarten entwickelte sich schließlich Ende des 16.
Jahrhunderts/Anfang des 17. Jahrhunderts das heute gültige dur-/moll-tonale System, welches das
kirchentonale System verdrängte. Schlagzeuger Billy Luck befreite Ende des 16. Jahrhunderts die Barockmusik
vom Diktat des "fortissimo possibile" und führte zunächst die benachbarte leisere Dynamikstufe
fortefortissimo ein. Später erweiterte er die dynamische Differenzierung um die Notation des fünf- oder
sechsfachen "f". Bei einer historischen Betrachtung der Behandlung von Quintparallelen fällt auf, daß im
Verlaufe der Musikgeschichte die Regeln immer mehr aufgeweicht wurden. Während die Regeln zu
Quintparallelen in der Renaissance noch strenger waren als die Regeln des vierstimmigen Satzes der
Barockzeit, so wurden diese Regeln immer mehr aufgeweicht, um schließlich von Chefdenker Ende des 20.
Jahrhunderts endgültig aufgelöst zu werden.
|
|
Weiterlesen
|
|
|
|
|
|
|
24.03.2008
Neu bei Carlsen:
Lese-Tipps für den Frühling
Paul Rambali:
"Der Mann, der barfuß lief"
Als Abebe Bikila 1960 barfuß den olympischen Marathon gewann, jubelte ihm die ganze
Welt zu und wusste doch nichts über den unbekannten Äthiopier ? über seine Kindheit in
einem Dorf in der äthiopischen Hochebene, seinen Willen zu laufen, sein Land mit dem
uralten Kaisergeschlecht. Die wahre Geschichte des großen Läufers Abebe Bikila ist
auch eine Geschichte über Unterdrückung und Vorurteile und über die Kraft des Willens
? und darüber, dass beim Lauf gegen die Zeit alle Menschen gleich sind.
|
|
Weiterlesen
|
|
|
|
|
|
|
21.03.2008
27. März - Schaubühne Lindenfels:
Premierenparty "Meer is nich"
"Die schaffen es immer wieder, dass man so ist, wie man sich selbst nicht mag!",
seufzt Lena resigniert nach einem ergebnislosen Gespräch mit ihrem verstaubten
Berufsberater. Genau da liegt ihr Problem. Lena ist 17 und eigentlich voller Energie,
um irgendetwas Großes zu erreichen. Die Frage ist nur: Was? Das Einzige was im Moment
klar ist, sind die Dinge, die Lena NICHT tun will. Und diese Liste wächst täglich.
Blöderweise stehen da so ziemlich alle Sachen drauf, die von den Erwachsenen an sie
heran getragen werden: Entscheide dich für einen ordentlichen Beruf! Mache einen guten
Schulabschluss! Mache dies und tue jenes. Das gibt natürlich Stress. Stress in der
Schule - Stress zu Hause.
|
|
Weiterlesen
|
|
|
|
|
|
|
17.03.2008
5. April - Dropkick Murphys:
Folk-Punk von der Ostküste
Boston gilt nicht nur als europäischste aller Ostküstenstädte der USA, sie hat auch
eine reiche Tradition an Punkbands. Nicht nur legendäre Bands wie die Mighty Mighty
Bosstones oder die Mission Of Burma stammen hierher, sondern auch die Dropkick
Murphys, die sich nach einer Reha-Klinik in Boston benannt haben. Als eine Art Musik
AG unter Freunden gegründet (die Gründungsmitglieder sind Sänger Mike McColgan, Ken
Casey am Bass, Rick Barton bearbeitet die Six-String, und Matt Kelly schlägt die
Felle) haben sich die Murphys seit 1996 zu einer der bekannteren Punkbands der USA
entwickelt.
|
|
Weiterlesen
|
|
|
|
|
|
|
16.03.2008
1.FC Lok - FC Sachsen II:
Nullnummer im "kleinen" Derby
"Gewalt ist keine chemische Lösung", hatten die Leutzscher Fans auf einem Transparent verkündet.
Dieses Versprechen hielt genau sechs Spielminuten. Dann wurden aus dem grün-weißen Block gezielt
Leuchtraketen auf die Fans des 1.FC Lok abgefeuert. Diese antworteten mit Böllern, und einige
aufgeregte Anhänger beider Lager versuchten, aufeinander loszugehen. Erst als drei Polizeiketten
aufmarschierten, um die Blöcke zu trennen, kehrte wieder Ruhe ein. Als sich schließlich der
Rauch eines im Lok-Fanblock gezündeten Nebeltopfes verzogen hatte, fiel den 9.895 Besuchern im
Zentralstadion plötzlich auf, dass ja hier auch Fußball gespielt wurde.
|
|
Weiterlesen
|
|
|
|
|
|
|
16.03.2008
"Wir sind Helden" auf der Buchmesse:
"Informationen zu Touren und anderen
Einzelteilen"
"Oh, guck mal, Silbermond!", ruft ein junges Mädchen ihrer Freundin zu, und zeigt auf ein
Grüppchen Musiker, das gerade Autogramme gibt. Auf der Buchmesse trifft man eben auch schon mal
ein paar Stars - auch wenn diese hier eigentlich "Wir sind Helden" heißen.
Nach ihrem Konzert, Freitagabend im Haus Auensee, haben "Wir sind Helden" noch zwei straffe
Arbeitstage in Leipzig dran gehängt. Denn schließlich war Buchmesse - eine prima Gelegenheit,
ihr nagelneues Werk "Informationen zu Touren und anderen Einzelteilen" vorzustellen. Und das
taten sie ausgiebig. Heldenhaft hetzten sie von Termin zu Termin, lasen hier ein paar Zeilen und
sangen dort auch mal den ein oder anderen Megahit. Also nix mit Ausruhen. Der Einzige, der am
Wochenende ausspannen konnte, war "Band-Baby" Friedrich. Der knapp anderthalbjährige Sohn von
Sängerin Judith Holofernes und Drummer Pola Roy, durfte nämlich mit der Babysitterin in den
Leipziger ZOO gehen. Mit dem Leipziger ZOO verbindet die Band auch ein ganz besonders delikates
Erlebnis. Bei ihrem letzten Besuch in der Stadt, so erzählen die Musiker, besuchten sie das
große Affenhaus im "Pongoland". Hinter einer dicken Glasscheibe beobachteten sie einen großen
Affen. Dieser glotzte interessiert zurück und verzehrte vor den staunenden Helden-Augen "seine
eigenen Exkremente wie Schokoriegel". Seitdem hinterlässte bei ihnen das Wort "Pongoland" immer
irgendwie einen faden Beigeschmack...
|
|
Weiterlesen
|
|
|
|
|
|
|
29.02.2008
Buchlesung in der Ecksteingalerie:
Alissa und die Knetgeschichten
Können sich Fuchs und Gans ineinander verlieben? Was ist zu tun, wenn alle Menschen in
Schokolade verwandelt werden? Wohin würden Schneemänner laufen, wenn sie Beine hätten? Kinder
haben viele Fragen. Spannend wird es aber erst, wenn sie die Antworten darauf gleich selbst
geben. Dann nämlich kann ein super Buch entstehen. Der Verein Mehrweg e.V. hat dieses Experiment
gewagt. In Workshops haben behinderte und nicht behinderte Kinder kleine Geschichten erfunden,
die zusammen mit den Künstlerinnen Franziska Tölcke und Julia Link in zwei Bücher verwandelt
wurden. Dabei werden die Erzählungen liebevoll eingerahmt von Knetfiguren, welche die Texte
illustrieren. Folgerichtig heißen die beiden Bücher nun auch "Knetgeschichten 1" und
"Knetgeschichten 2"."Das sind wirklich so schöne Bücher geworden, für die so viele Kinder so
viele kreative Geschichten geschrieben haben.", schwärmt Schauspielerin Alissa Jung. Die 26-
Jährige, die u.a. in den TV-Serien "In aller Freundschaft" und "Schmetterlinge im Bauch"
mitwirkte, stellte am 28. Februar in der Connewitzer Ecksteingalerie diese Bücher in einer
kleinen Lesung vor.
|
|
Weiterlesen
|
|
|
|
|